Ein etwas anderes Wochenende: Meine Kindheitserinnerung

Ein etwas anderes Wochenende: Meine KindheitserinnerungFast wäre unser Wochenendritt ins Wasser gefallen. Es war Freitagnachmittag, es regnete in Strömen und wir hatten noch 15 km bis zur Übernachtungsstation vor uns. Und, wir waren noch nicht mal losgeritten. Nach einigem Hin und Her – Eltern wollen natürlich nicht, dass ihre Kinder im Regen durch die Weltgeschichte reiten – ging es dann endlich los. Putzen, Satteln, Satteltaschen mit Proviant packen und los gings! Und das Beste: Es hatte aufgehört zu regnen!

Mittlerweile war es schon früher Abend und es war einfach nur herrlich durch die Landschaft zu reiten. Der Wind wehte uns um die Nase, wir ritten von Dorf zu Dorf und kamen gut voran. An einer Wiese ließen wir die Pferde grasen und wir selber aßen das mitgebrachte Butterbrot. Nach gut 3 Stunden kamen wir endlich an und wurden mit großem „Hallo“ begrüßt. Dann hieß es Weidezaun aufstellen, Pferde versorgen und unser Zelt aufbauen. Als alles fertig war, war schon die Nacht hereingebrochen und wir saßen noch lange vor dem Zelt und schauten unseren Pferden beim grasen zu. Einfach wunderschön und unvergesslich!

Für den Samstag war nur ein Tagesritt an einen nahe gelegenen See geplant. Das war für mich das erste Mal, dass ich samt Pferd baden ging und es war echt toll. Wahnsinn, wenn die Hufe abheben und das Pferd anfängt zu schwimmen. Den Tag ließen wir mit grillen ausklingen. Am nächsten Tag hieß es dann wieder nach Hause reiten. Der Rückritt war eher ruhig und unspektakulär, weil das Wochenende auf das man sich sooo lange gefreut hatte, schon vorbei war.

Noch nie war ich meinem Pferd so nah!
Es bleibt ein unvergessliches Wochenende!


von Claudia Scheler