Es begab sich, dass es mir sehr, sehr schlecht ging und da ich praktisch mit Pferden aufgewachsen bin, Tiere im Allgemeinen aus meinem Leben nicht weg zu denken sind, dass ich dem Rat meines Arztes folgte und mich noch einmal auf das Abenteuer Pferd einließ.
So kaufte ich 2006 einen 4jährigen Wallach, ein Wildpferd, von meiner Freundin, die ihn vom Händler hatte…
Was ich damals noch nicht wusste, das Schicksal meinte es nicht gut mit uns.
Meine Erkrankung schritt fort, so musste ich 2009 in die Rente und mein Pferd wurde mehrfach vergiftet, wir hatten beide eine harte Zeit. Seine Diagnose: COB, hochgradig dämpfig, irgendwann hieß es: austherapiert.
Und so tat ich, was ich tun musste, investierte all meine Energie, Zeit und einen Riesenanteil meiner kleinen Rente in Medikationsversuche, recherchierte, sprach mit Tierärzten, Allergologen. Schritt für Schritt entwickelte ich eine Art des Reitens, die mir und meinem Partner Pferd zu Gute kam und wir entwickelten uns weiter, persönlich, wie auch gesundheitlich.
Viele hätten gesagt: Sportgerät kaputt- nun denn… Aber nein, das, was wir zusammen erreicht haben, übertrifft alles, was ich mir je hätte vorstellen können, denn wir haben einander das Leben gerettet und machen immer wieder, gemeinsam, das Beste daraus…., dann vor einem Jahr der nächste Schlag, im wahrsten Sinne des Wortes, Schlaganfall, Resultat, einseitig blind, aber auch das haben wir gemeinsam gemeistert, mit der Hilfe von Familie und Freunden, die uns bis zum heutigen Tag zur Seite stehen, ein ehrliches Dankeschön dafür.
Und die Zweifler, die, die nicht nach links und rechts schauen, die weder Mensch noch Tier zutrauen, dass es eben Dinge gibt, die man auch mal anders angehen muss, nun, unsere Wege trennten sich…
C.G./14
von Claudia Goodwin